Es mögen manchmal braune Augen sein. Die Art, wie sich Wimpern auf hohe Wangenknochen betten. Der Musikgeschmack, dessen Unabhängigkeit und Authentizität uns beeindruckt.
Die Aura, die Bandmitglieder von Natur aus mit sich bringen.
Die Überraschung, dass dort jemand hervorragend mit Gitarre zur Abendgestaltung im Petroleumschein der Sommernächte beitragen kann.
Eine Wahnsinns-Empathie und Geduld im Umgang mit kleinen Kindern.
Selbstlosigkeit für Großmama.
Eine Stimme zum Daniederschmelzen.
Und manchmal reicht vielleicht einfach ein Mixtape.
In das kann man dann alles oben Genannte hinein wünschen und darüber hinaus hinwegsehen, dass man sein Herz eventuell nur an einen Traum, an eine Vorstellung verloren hat.
Ein Traum, der als Wolf im Schafspelz, in Form eines emotional retardierten Technikeigenbrötlers daher kommt.
Da braucht es dann doch tatsächlich ganze Jahre zu merken, dass da zwei absolut inkompatible Faktoren versuchen, eine Gleichung herzustellen.
Da ruckelt es an Ecken und Kanten.
Aber man kann sich nicht ewig vormachen, dass da etwas passend gemacht werden könnte, was einfach nicht passt.
Einzig erstaunlich dabei isteigentlich, dass nur Faktor A auffällt, dass sich kein gemeinsamer Nenner finden lässt.
Hat Faktor B denn nur Tomaten auf den Augen?
Ach nee, stimmt ja. Es kann einem ja auch einfach egal sein, solange es einem selbst gut geht. „Wie, stimmt etwa etwas nicht?“
Das geht tatsächlich. Gemeinsame Jahre (!). Keine gemeinsame Sprache. Kein gemeinsames Ziel. Kein gemeinsames Verständnis. Keine Gegenseitigkeit.
Erstaunlich.
Und dann betrachtet man mit einigem Abstand den Umstand, den man nun heute als Ex-Freund bezeichnet. In seiner und in deiner Struktur noch ausgeprägter als Jahre zuvor.
Keine nebulös verhangenen Augen mehr.
Und fragt sich ganz ernsthaft, mit nicht dem geringsten Anflug von Wehmut oder gar Nostalgie:
Was hat mich denn damals nur geritten?
Was hat mich gepackt? Hat mich etwas fasziniert?
Wo hinein, verdammt noch mal, hab ich mich da eigentlich verliebt?
In braune Augen?
In starke Arme? In eine Aura? In ein Mitgefühl? In ein Verständnis?
Oder war es nur ein Traum? Und ein verdammtes Mixtape.
Ja....die Ansprüche. Darüber habe ich mich auch schon herrlichst übergeben. Bin nun über diesen Text gestolpert und bitte drum: pinnt, schraubt, nagelt ihn euch in den Frontallappen.
Tolle Ideen, um ein gesellschaftliches, herzliches und soziales Miteinander zu gestalten und voranzutreiben, finde ich große Klasse. Eine ganz wundervolle Einrichtung der Art sind in der Regel Mitfahrgelegenheiten. Man lernt zumeist nette, interessante Menschen kennen, kommt einfach von A nach B und spart dabei noch Umwelt und Geldbeutel. Eine gute Idee für eine soziale Welt – wenn es nicht auch hier asoziale Arschlöcher gäbe. Ich finde sie so oder so schon total unarsch, diese Mini-Schwanzträger (sicherlich)mit Gruppenticket, deren erste Frage bei deinem Anruf lautet: „ Welche Uhrzeit meinst du denn?“. Dahinter steckt nämlich nicht der reine Wille nach Information, etwa weil der Karteninhaber am Morgen zum Ziel und am Abend wieder heim fahren würde. Nein, es gibt tatsächlich Menschen, die mit dem Prinzip der geteilten Ressourcen Kasse machen. Zunächst ist dies vielleicht nicht verboten. Und man halte mich für ein idealistisches Naivchen – aber ich finde das total ungesellschaftlich und absolut unmoralisch. Denen ist es scheißegal, ob diese Art der Fortbewegung die Umwelt schont, im idealsten Fall den Horizont erweitert oder einfach nur eine Hand die andere wäscht. Die sind einfach nur daran interessiert, ihre eigene schmutzige Hand gewaschen zu bekommen. Und einen Kniefall erwarten sie noch dazu, weil sie ja ganz pfiffige Geschäftsmänner sind und die Bahn ja selbst schuld ist, wenn sie solche Möglichkeiten bietet. Zum Kotzen. Asozial.
Es ist nett, dass diese Typen der Bahn ein Schnippchen schlagen und arme Menschen so davon profitieren? Ha, von wegen, der Knaller kommt ganz am Schluss.
Und seit diesem Wochenende hasse ich sie noch ein Quentchen mehr. Nicht mit diesen Würmern zu fahren, hatte ich mir sowieso schon insgeheim vorgenommen. Da ich aber nicht viel Zeit hatte und die benötigte Uhrzeit nur so vertreten war, biss ich in den sauren Apfel. Ich teilte dem MFG-Schmarotzer mit, dass mein Zug erst zwei Minuten nach der geplanten Treffzeit eintreffen würde, ich also 3-5 Minuten später käme. Er sagte, das sei völlig okay. Renn ich also wie eine Irre durch den überfüllten Bahnhof um natürlich niemanden mehr anzutreffen. Genug Zeit, um den Zug noch zu bekommen, wäre gewesen. Ruf ich den Kerl also an, damit der mir sagt:
„Ja, du bist zu spät.“ „Ja, aber das habe ich dir doch gestern erklärt und du meintest, geht klar, ist eingeplant?“ „ Jab, aber ich habe mit 3 Minuten gerechnet.“ „Ja, aber ich habe dir doch gesagt, wann mein Zug eintrifft. Natürlich muss ich dann noch zum Treffpunkt kommen!“ „Ja, aber dann habe ich noch jemanden gefunden und wir waren voll.“
Ja, fick dich. Arschloch.
Am Ziel in Hamburg angekommen spielten meine Freunde dann großer Bruder und haben den Wurm am Rückfahrtstag - entgegen der zunächst angesetzten Planung, ihn mit einer Nagelpfeile zu kastrieren – nur herzlich verarscht. So riefen sie ihn an, um zwei Plätze zu belegen. Spontan sollte dann noch ein dritter dazukommen. Da meinte der doch glatt: „Ja, kein Problem – ich sag dann einer anderen einfach ab.“
Damit der statt einem Fünfer, lieber gleich drei abkassiert. ALTER! Das arme Mädel war vielleicht nur unterwegs, da kann doch keiner mehr 3 Stunden vor Abfahrt mehr ein Weiterkommen garantieren. Das nur dazu, dass die doch den Suchenden eine tolle Sache ermöglichen.....
Mitfahrgelegenheits – Gelegenheitsdazuverdiener:
#Nutzen aus was ausnutzbar ist, weil die reine Möglichkeit besteht.
#Können gar keine Freunde haben.
#Verlangen IMMER ein Glas Leitungswasser zum Kaffee. Aus Prinzip.
#Haben alle kleine, krumme, bis gar keine Penaten.
#Essen beim „All-you-can-eat“ bis sie kotzen. Aus Prinzip.
Nein nicht Titties – ich meine wirklich Ohren. Dies ist wahrscheinlich einer der unbedeutendsten Texte, der momentan schreibbar ist – darüber hinaus wurde über Problemzonen schon viel berichtet. Aber der Ablenkung willen und um ein späteres Trauma zu vermeiden, findet er trotzdem Verewigung.
Es wurde schon viel über abartige Deformierungen des menschlichen Körpers sinniert. Nun möchte ich wirklich nicht oberflächlich erscheinen. Ganz im Gegenteil, ich bin eine große Verfechterin der „Scheiße, macht dein Charakter dich hässlich“ – Haltung.
Es geht auch gar nicht darum, dass eine Abnorm bei einem Menschen dazu führt, dass ich den nicht mehr mag. Wenn es ein sehr netter Mensch ist, muss ich mich nicht mal davor ekeln. Da geht es mehr um solch unfreiwillige Begnungen im Kino oder Zug. Und wenn dann noch einiges zusammen kommt, so wie Arroganz und fettige Haare und dann noch der Grusel-Factor X einem in die Glieder fährt – also, in die Augen sticht...dann ist mir einfach nur buuääääähhhbrrrr zumute.
Was finden andere Menschen so abartig aka unattraktiv aka geht gar nicht?
Füße sind sehr beliebt. Runzlige Kniekehlen. Klumpige Nasen. Knochige Finger. Zu kleine Augen. Zu enge Augen. Dinge, die ich nicht aussprechen mag.
Hm.....aber bei einem schönen Menschen, so finde ich jedenfalls, können solche Makel die Person nur noch mehr „Hach“ und liebenswürdiger machen – manchmal ergattern sie sogar nur wegen z.B. eines leicht schiefen Mundes das Attribut „Anbetungswürdig“.
Bei Frauen bin ich da manchmal auch noch toleranter als bei den Herren.
Was aber giga-gar nicht geht. Überhaupt nicht. Ich meine, ganz im Ernst! Stellt euch vor, was immer ihr so heiß findet. Jared Leto. Matt Czuchry. Meinetwegen auch Brad Pitt. Ganz egal. Jeder dieser Herren würde wahrschenlich wenig seiner Sexyness einbüßen, wenn das linke Nasenloch größer als das rechte wäre. Oder die Lücken zwischen den Zehen überdimensioniert.
Aber wo sich bei mir ganz persönlich die Zehennägel aufrollen, ist wenn der Herr Schmonzette einen akuten Fall von „Feivel – der Mauswanderer“ – Ohren aufweist!
Totaler Quatsch? Sure, aber jeder braucht doch einen Spleen.
Und wenn Ohren so oben an der Muschel nicht geschlossen sind, wie es doch eigentlich normal ausschaut, dann kriege ich unschöne Gänsehaut und es schüttelt mich. Wenn dann der Rand noch so abgefressen aussieht und am Besten noch leuchtend rot hervorsticht...Boah. Dann seh ich nix anderes mehr als Ohren.
Sowas kann man doch nicht...anfassen, geschweige denn mit Küssen...STOP, das geht zu weit. Buah.
Was fast genauso schlimm ist, sind Ohren die fast am Kinn angewachsen sind. Wenn sie dann noch seit der Geburt ihre Größe nicht verändert haben....Grusel.
UND! Schlabbrige Ohrläppchen. Leblos. Und Tellergroß, dass da ein ganzes Deckenfresco raufpasst. Das ist fast noch schlimmer, als Mäuseohren.
Total albern und Weltunbewegend? Ja, sicher. Aber nach dem heutigen Montag brauchte ich so eine anspruchslose Freakshow der Eitelkeiten.
Und achtet mal drauf, Ohren sind fast so was wie Fingerabdrücke. Keines gleicht dem anderen. Schlimmer geht immer. Die Interpretationsmöglichkeiten sind schier endlos.
Und man bedenke, dass die Dinger nie nicht aufhören zu wachsen........