Wir waren auf dem Flohmarkt. Zum Verkaufen. Mal abgesehen von zu Kinderzeiten dargebotenen Puppenköpfen und Hörspielkassetten auf der Straße vor dem Elternhaus, war das das erste Mal. Und es hat Spaß gemacht!
Auf jeden Fall gab es einige Anfängerfehler. Haben uns ein bisschen einschüchtern lassen von den anfänglichen nervtötenden Rabotti-Muttis a lá "Das bekommt man hier aber schon überall für 50 Cent!!!" (stimmt nicht bei den guten schönen qualitativ hochwertigen, nahezu ungetragenen Dingen). Und penetranten Preisdrückern "Hier guckt aber ein Faden raus!" - "Ich weiß, deswegen kostet es ja auch nur noch 1 Euro...". Und beleidigten Leberwürsten, die nicht mal das Handeln versuchen - denn es war fast überall ein Handlungspuffer eingerechnet - und nach der Preisanfrage stumm von dannen schreiten. Außerdem haben wir unser beliebtestes Stück kurz vor Ende verkauft. Wir hätten den schrägen quietschbunten Häkelmantel vielleicht doch noch als Eyecatcher behalten sollen...
Anfangs waren wir schon etwas erschreckt, bei was für Spottpreisen wir ehemals geliebte Stücke verschleudern mussten. Mal nimmt man dir einen Schal für horrende 2 Euro ab, dann wieder wollen sie für eine Bluse nur einen geben. Aber in der Summe läppert es sich dann doch und wenn man bei einigen Sachen hartnäckig bleibt, wird das wohl trotzdem in Ordnung sein.
Es macht dann auch tatsächlich Freude, nicht nur Sachen in die Altkleidersammlung zu geben, sondern sehen zu können, bei wem der tolle Pullover, den man selbst nie anhatte, schließlich landet und wenn der ihr dann auch noch großartig steht. Und wenn beim Kassensturz auch noch was rumkommt und es ein paar nette Gespräche und Peoplewatching inklusive gibt, ist das großartig!
Wir sind im Fieber, gehen in Kürze direkt nochmal und das Ganze könnte sich zu einem handfesten Hobby entwickeln. Der Hut war Beute.
Und auch mal Zeit hat, die Aufgaben nach hinten zu schieben. Und Zeit hat, für Bummelei, Städtetouren, leckeres Frühstück, viel Musik, Kino, Kulturgedöns, die Simpsons und Serien-Musicalfolgen. Und eigentlich auch immer dann, wenn die Sonne scheint und man die Sommersprossen auf den Knien für jedermann frei einzusehen präsentiert.
Tage in Bildern.
Donnerstag, 16. Juni 2011
zu viel. Zu wenig von der anderen Zeit. Backsteine auf den Schultern und ein Riese steht auf dem Herzen. Und ein giftiger Zwerg steht dahinter, piekst dir stetig in den Rücken. Steter Tropfen höhlt den Stein, was einen nicht umbringt macht nur stärker. Hopp!